Honsiks Kommentar der Woche (KW 05, 2017)

Die Gefährdung der Arten 

Diese Woche hat die Europäische Kommission einen Erlaß verlautbart, der die heimischen Populationen vor Überfremdung ihres Lebensraumes schützen soll.

Mein Freund Michel war überglücklich darüber. Seine Stimme am Telefon klang aufgeregt und er rief freudig erregt: „Das ist die Wende, das ist die Rettung!“
Mir kam sodann die schmerzliche Aufgabe zu, Michel aus seinem schönen und hoffnungsvollen Traum zu wecken: „Du irrst Dich! Du hättest genau hinhören müssen. Der Erlaß gilt den Tieren, nicht den Völkern Europas! Die Europäische Kommission will den Lebensraum der heimischen Tiere vor Überfremdung schützen. Nicht um die Menschen, nicht um die Völker des Abendlandes, sondern um die Tierwelt tragen sie Sorge. Der Nasenbär soll den Fuchs, das asiatische Grauhörnchen soll das Eichhörnchen und der asiatische Zwerghirsch soll den deutschen Rothirsch gefährden.“
„Wird man da eine Obergrenze festlegen bei den Nasenbären?“, fragte mich Michel kleinlaut.
„Nein“, mußte ich antworten, „man will sie kastrieren!“
Das schien dem Michel dann doch zu streng. Denn er liebt die Tiere.

Gerd Honsik

 

Beitrag als PDF herunter laden

2017/01/2017-RH_KW05-Artengefahr-thumbnail

 

 

 

 

 

Zu Honsiks „Kommentar der Woche“ Sektion