Honsiks Kommentar der Woche (KW 28, 2017), Wochenkommentar in einem Satz

 

Der G20-Gipfel von Hamburg:
Im Westen nichts Neues?
           

Die von Völkern zu Führern erkoren,
nahmen furchtlos einst im Gedränge
ein Bad in der Menschenmenge –
man nennt sie heut’ „Diktatoren“ –
wie Castro, der einst getreten
zum Volke hinab die Stufen, –
und ich hörte ihn furchtlos rufen:
„Mich schützen Millionen Macheten“ –,
doch heute ist Krieg,
und ein Heer schützt die Paläste,
denn es lädt Frau Merkel zum Feste
die Globalisten der Welt,
um jene Probleme zu lösen,
die einzig sie selber gewesen,
dazu tobt voll maßlosem Hassen
der Schwarze Block auf den Straßen,
der Mob, den sie selber erfunden,
mittels dem sie bis noch vor Stunden
die Opposition gejagt,
doch nun sind es Spießer, die rennen,
und Läden und Fahrzeuge brennen
indessen drängen die Reichen –
blind für die Omen und Zeichen –
um die Todesmutti in Rot,
um die mit dem prallen Arsch,
umschmeichelt von dicken Hosen,
und es blasen die Rothschilds den Marsch
von Volks- und von Vaterlands Tod,
und getanzt wird auf sinkendem Kahn
um das Kalb in gottlosem Wahn,
und Schwefelstunk steigt aus den Tiefen,
und an die Tore rennen schon an
die Geister, die selber sie riefen.

 

Gerd Honsik

 

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