Honsiks Kommentar der Woche (KW 35, 2017), Wochenkommentar in einem Satz

Ein Streiflicht auf Straches „Sommergespräch“ im österreichischen Fernsehen vom 21.8., wo dieser, sein Wahlprogramm vorstellend, die Entmündigung des Volkes, von dem laut Verfassung alleine alle Macht auszugehen hat, im Zuge seiner Einlassungen zur „direkten Demokratie“ vorschlägt.

Ein Wochenkommentar von Gerd Honsik

Für „Demokratie direkt
sind wir bereit
zu zieh’n in den Streit,
nur etwas abgespeckt,
denn auch für „Demokratie repräsentativ
sind wir mit Siegel und Brief,
denn nur in bestimmten Fragen
soll das Volk auch das Sagen haben,
damit es nicht meint,
daß Macht ginge aus
von ihm und der Staat wär’ sein Haus,
sonst tut es ja nicht, was es solle
(wer hätte da noch Kontrolle?),
klar, soll es ein wenig beschließen,
das ist sicherlich zu begrüßen,
doch nicht zu wichtigen Dingen
wie etwa zur „Todesstrafe“,
da muß man es lenken und zwingen
so wie der Hirt seine Schafe,
es geht ja um uns, jedenfalls,
vielleicht um den eigenen Hals,
und wir als große Strategen
sind darum „dafür“ und „dagegen“,
und Ihr erkennt an den Ecken und Kanten
meinen Kampf für die gute Sache,
im Programm gegen Scheinasylanten,
denn Kanzler kann man nur werden,
wenn man lernt sich so zu gebärden!
„Grüß Gott!“ sagt Euch Euer Strache.