Honsiks Kommentar der Woche (KW 42, 2016)

Investorenschutz?

 

Ein Wiener Ganove (ein Stoßspieler) klagte mir einst, als wir uns die Zelle teilten, sein Leid: Er hät­te sich von seinen Ersparnissen ein altes, elendes Mietshaus gekauft. Da er jedoch nicht nachweisen konn­te, woher denn das Geld für den Kauf stammte, wurde ihm das Haus weggenommen. So weit, so gut.

Nun aber gibt es den Beruf des „ausländischen Investors“, und keiner von diesen Leuten hat jemals unse­rem Finanzamt den Nachweis dargelegt, wie er denn zu seinen Geldern gekommen sei.

Deshalb schlug ich schon vor Jahren vor, die volkstreuen Parteien Europas mögen doch mit der Pa­ro­le „Verhaftet die Investoren!“ in ihre Wahlkämpfe ziehen.

Ich sage Ihnen an Hand zweier Beispiele, was solche Investoren so treiben:

 

  • Im Jahre 1999 überredeten sie den US-Präsidenten Bill Clinton, den Glass-Steagall-Act (Banking Act von 1933)1 aufzuheben, der seit den Dreißi­gerjahren die regulären Banken vor den spekulativen „Wetten“ der internationalen Fi­nanz­verbrecher notdürftig geschützt hatte. Die Folgen kennt man.

 

  • Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider ließ sich einst von „Investoren“ zur Aufnahme ei­nes Kredites für das Land Kärnten überreden: Aus der Schuld von 500 Millionen wurde durch Börsenwetten und „Investorenschutz“ 16 Milliarden, also eine Verzweiund­dreißig­fa­chung der Schuld.

 

„Investoren“ haben den Demokratien das Geldschöpfungsrecht geraubt und sie sind mit den Dik­ta­ten CETA und TTIP, die sie hinter dem Rücken der Völker mit ihren verkommenen hiesigen Kol­la­bo­rateuren ausgehandelt haben, im Begriffe, die Reste legitimer Gerichtsbarkeit – also von Recht, das vom Volke ausgeht – durch verbrecherische Gremien der Finanzmafia zu ersetzen. Also durch ein Faustrecht, das nicht vom Volke ausgeht.

Mit welchen Worten versuchte uns doch kürzlich die Sprecherin der Brüsseler „Kommissare“ die Nach­richt von dem nicht mehr verhandelbaren CETA-Vertrag zu versüßen? Um „den Menschen die Ängste zu nehmen“? Sie sagte: Jetzt endlich wäre der „Investorenschutz“ gesichert.

Aber meine Kommissare und Kommissarinnen!

Wir wollen die Investoren doch gar nicht schützen. Wir wollen sie verhaften, nachdem wir sie steck­­brieflich um die Welt werden gejagt haben. Samt ihren Komplizen von den teuflischen Ran­king-Agenturen. Und den Hintermännern der FED. Damit wir uns unserer Geld wieder selber drucken dürfen! Anstatt es von internationalen „Geldgebern“ oder vom Internationalen Währungs­fond zum Zinssatz von 6 Prozent oder mehr zu „borgen“.

Von unserer eigenen Nationalbank wollen wir es leihen, und die Zinsen wiederum an unsere eigene Volks­wirtschaft bezahlen.

Die 71jährige Schreckensherrschaft des US-amerikanischen Finanzimperiums wird nur dann zu En­de gehen, wenn die Völker ihr Geldschöpfungsrecht und ihre Gerichtsbarkeit zurückerhalten.

Wenn ihre Wirtschaft wieder dem Volke und nicht das Volk der Weltwirtschaft zu dienen hat.

CETA und TTIP sind verbrecherische Pläne, von den Wortführen der westlichen Demokratien er­dacht, die alle Staatlichkeit, alle Demokratie aufheben und die Völker – oder das, was die auf­ge­zwun­genen Wanderbewegungen von denselben übrig ließen – in die ewige Knechtschaft führt.

Ver­schwörungstheorien von hundert Jahren werden in CETA und TTIP zur Ver­schwö­rungs­ge­wißheit!

Und ich will es zum Abschluß nur ganz, ganz vorsichtig ausdrücken: Bringt die „ausländischen In­vestoren“ zur Strecke!

Heil Wörgl!2

Heil Bürgermeister Unterguggenberger!

Gerd Honsik

Anmerkungen:

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act
2
http://de.metapedia.org/wiki/Wörgl

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