Honsiks Kommentar der Woche (KW 38, 2017)

Von einem, der auszog Kanzler zu werden

 
Fort wollte aus der „Schmuddelecke“
ein Kanzler-Kandidat aus Österreich,
schwor ab den Toten zu dem Zwecke,
blieb auch die Wahrheit auf der Strecke,
ihm quollen aus dem Mundbereich
Befreiungslügen – Dünnpfiff gleich –
hervor gar zahlreich, butterweich,
und die für ihn dereinst geschworen,
die zählt er nun auch zu den Toren,
wie jene, die in Kerkern schmoren
für Wahrheit, Irrtum oder Traum, –
die Namen sind für ihn nur Schaum –,
und da das Volk nach langer Nacht
aus seinem Todesschlaf erwacht,
sich wendend plötzlich zu uns hin,
da strebt, so blöde wie ein Schaf,
er – dumm wie schlecht von Anbeginn –
nun in die falsche Richtung hin,
entwertend Feigheit und Verrat:
das ist der Fluch der bösen Tat.

 

Gerd Honsik

Honsiks Kommentar der Woche (KW 37, 2017)

Honsik zu Schnells Kandidatur gegen Straches FPÖ

 
Schnells Programm hat nichts Böses an sich. Das aber ist zu wenig. Denn es hat auch nichts Originelles.
Die einzige Möglichkeit gegen die FPÖ anzutreten wäre gewesen, sich von ihr zu unterscheiden.
Genau das aber tut der unbegabte Biedermann nicht: Vor den Augen einer Wählerschaft, die mehr und mehr nach einer Alternative sucht, hätten nur klare Worte geholfen, hätte nur das Vorzeigen von Ecken und Kanten genützt. Wie Strache will Schnell nun auch nur dann eine Volksabstimmung über den Austritt aus der EU verlangen, falls sich diese nicht (von ihm, dem Schnell?) reformieren läßt.
Indem er den 20 Prozent eisernen EU-Gegnern nicht aus der Seele sprechen will (vielleicht weil ihm 20 Prozent zu wenig sind) und indem er Strache kopiert, – der auch nur eventuell und ein wenig vielleicht austreten will –, schleift er von seinem einzigen Schwert die Schneide hinweg, um es stumpf zu machen.
Schade nur um die untadelige Spitzenkandidatin Barbara Rosenkranz, die hier unter die unbegabten Biedermänner geraten ist.
Ich hätte gerade sie zu gerne im nächsten Parlament wiedergesehen.
Wir hatten auf ein Duell gehofft, nun müssen wir uns mit einem Duett begnügen.

 

Gerd Honsik

Honsiks Kommentar der Woche (KW 36, 2017), Wochenkommentar in einem Satz

EU-Austritt ist die erste Bürgerpflicht!

Der Austritt aus der EU muß vollstreckt werden, solange er noch erlaubt ist,

  • will man den Bauern retten, den der Globalismus mit den kanadischen Weizenbaronen um 14 Cent das Kilo Brotgetreide in Wettstreit treten läßt,
  • will man unseren Arbeiter schützen, der im Wettstreit mit den Migranten sinkende Löhne empfängt,
  • will man den Unternehmer retten, der im Wettstreit mit China seinen Betrieb schließen muß,

und wenn dann der Staat wieder ermächtigt ist, seine Schutzfunktion (Protektion) wahrzunehmen, dann wollen wir die beiden Trojanischen Pferde des Globalismus schlachten, die scheinheilig gegen den „Protektionismus“ gewettert haben, nämlich die Lügenpresse und die politischen Parteien, indem wir sie ihrer Protektion für immer entblößen, – jener Protektion, die sich die Doppelzüngigen im Dienste des Verrates am Vaterland aus unseren Steuergeldern in Form von Presse- und Parteienförderung in betrügerischer Absicht selbst überwiesen haben.

 

Gerd Honsik

Honsiks Beitrag zu den Iden des August

Das Wiener Schuldbekenntnis

 

Der Stern des „Nazijägers“ im Sinkflug –
Straches bedingungslose Kapitulation

  

  1. Als ich 1971 auf dem Parteitag der NDP in Linz zum ersten Mal vor dem Kalergi-Plan warnte, wies ich darauf hin, daß die Politik der „Gastarbeiter“ jeglicher wirtschaftlicher Logik entbehre. Dabei führte ich ins Treffen:
    Einer modernen Industriegesellschaft kann durch ungelernte Hilfsarbeiter nicht gedient werden.
    2.Der Begriff „Arbeitskräftemangel“ beschreibt einen anzustrebenden Zustand für jede Volkswirtschaft. Denn zum Unterschied etwa von Kapital-, Rohstoff- oder Ideenmangel beschreibt der „Arbeitskräftemangel“ einen paradiesischen Überfluß: Überfluß an Aufträgen für die Unternehmer, Überfluß an Arbeitsangebot für die Arbeiter und den stetigen Zwang zur Rationalisierung. (Siehe Japan! Warum brauchte die die japanische Wirtschaft keine Gastarbeiter? Von Asylanten ganz zu schweigen.)

Ich erkannte also sehr früh und artikulierte dies vielleicht als Erster im deutschen Raum, daß es sich bei der Gastarbeiterinvasion nicht um eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern um eine bevölkerungspolitische Maßnahme handelte. Eine bevölkerungspolitische Maßnahme, wie sie zu den zentralen Kriegszielen der USA im Zweiten Weltkrieg gehörte und in den rassistischen Völkermordplänen des Antifaschismus, also dem Hooton-Plan, dem Morgenthau-Plan, dem Kaufman-Plan, dem Nizer-Plan … und dem Kalergi-Plan festgeschrieben ist!

Meine Parteikameraden hielten mir damals (vor 46 Jahren) entgegen, daß es noch zu früh wäre, die Lage so dramatisch einzuschätzen.
Als ich in Österreich Jörg Haider kritisierte, weil seine schwarz-blaue Koalition entgegen aller Versprechen die Einwanderung – nun bereits unter dem Etikettenschwindel „Asyl“ – weiter ungebremst zuließ und schließlich gar den Anschluß der Türkei an die EU verlangte, hielten mir Parteikameraden vor, den Mann doch in Ruhe arbeiten zu lassen.
Es wäre noch zu früh, ihm Böses zu unterstellen. (Später stellte sich heraus, wie in den Parlamentsprotokollen jederzeit ausgehoben und nachgelesen werden kann, – 19. und 20.5.1999, Wortmeldung von Parlamentspräsident Andreas Khol –, daß Haider schon jahrelang eine führende Rolle in Kalergis Paneuropa-Bewegung gespielt hatte.
Aus der jungen FPÖ war über Nacht eine Altpartei geworden.

Dann kam Strache, und auf ihm ruhten all unsere Hoffnungen.
Und man konnte Zeuge einer Metamorphose sein, wie sie Tolkien in seinem Roman „Der Herr der Ringe“ beschreibt. Je näher er der Macht kam, um so mehr welkte H. C. dahin: in seiner Haltung, in seinen Reden, in seinem Auftreten. Ein treuer Kamerad aus Oberösterreich, mit dem zusammen ich damals (ich aus Spanien) nach Kräften für Strache und seinen gelungenen Rettungsversuch der FPÖ Stimmung gemacht hatte, tadelte mich kürzlich sinngemäß mit den Worten: „Strache ist doch die einzige Hoffnung. Es wäre noch zu früh …“
Hoffnung worauf? Und ist es wirklich noch zu früh? Oder ist es nicht eher zu spät?

Straches bedingungslose Kapitulation:
Das „Wiener Schuldbekenntnis“!

Woran man Strache erkennt:
Nie zuvor in der Geschichte von FPÖ und VdU hat ein Parteiobmann auch nur ein einziges Mal von einer „besonderen Verantwortung“ gesprochen, die uns (Österreichern bzw. Deutschen) „aus unserer Geschichte“ erwüchse. Die Verwendung dieses antifaschistischen Vokabels war bisher den Dienern der alliierten Umerziehung vorbehalten gewesen. Doch Strache tat es, und es ist dies ein Kotau vor der Politik der USA gewesen, von der nachweisbar der Druck zur immerwährenden kompensatorischen Immigration in Europa ausgeht! („Der Juden III. Reich? Halt dem Kalergi-Plan!“, Bright-RainbowVerlag, La Mancha 2003, Seite 67.)

Warum es „eine besondere Verantwortung“ der Österreicher – für welche Geschehnisse in der Geschichte auch immer – nicht geben kann:
Weil es auch für andere Ethnien keine „besondere Verantwortung“ gibt, die aus Verbrechen Einzelner erwachsen sind. Man denke etwa an die 60 Millionen Mordopfer des Sowjetkommunismus!
Weil unserer Generation gar keine Verbrechen unterstellt werden,
weil auch die Generation der Großväter etwa vom „Holocaust“ (und nur um den geht es ja natürlich auch beim „Wiener Schuldbekenntnis“) keine Schuld auf sich laden konnte, da sie vom Standardvorwurf nicht wußte. (Haben doch die US-Geheimdienst erst Monate nach dem Krieg vom Holocaust erfahren und hat doch Frau Prof. Erika Weinzierl vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien festgestellt, daß nur 200 Menschen in das, was man „Holocaust“ nennt, eingeweiht gewesen sein sollen.)
Weil die bloße Blutsverwandtschaft der Österreicher etwa mit Adolf Eichmann über die bajuwarischen Ahnen nicht ausreicht, um eine „kollektive Schuld“, und daher schon gar nicht ausreicht, um eine kollektive Verantwortung nach sich zu ziehen. Eine solche „Blut- und-Boden-Verantwortlichkeit“ wäre auch zutiefst rassistisch: eine rassische „Erbsünde“! Öffnet doch, Prediger wider Antisemitismus, in Eurem ureigensten Interesse bloß nicht diese Büchse der Pandora!

Strache hat aus der Geschichte nichts gelernt

Wo und wann denn H. C. Strache und seine bedingungslosen „Kapitulatoren“ diesen verantwortungslosen Unsinn von „unserer kollektiven historischen Verantwortung“ unseres kollektiv unschuldigen Volkes der Öffentlichkeit vorgaukelten?
Schauen Sie sich bitte auf „Youtube“ die Sendung „Haben wir aus der Geschichte gelernt?“ an! (Symposion „Haben wir aus der Geschichte gelernt? Neuer Antisemitismus in Europa“, Grand Hotel, Kärntner Ring, Wien, 7.11.2016: https://youtu.be/r5DhgcfGku4, „Komplettaufzeichnung: Haben wir aus der Geschichte gelernt? – Neuer Antisemitismus in Europa“.) Da legen Strache und sein Team ihr „Wiener Schuldbekenntnis“ ab und sie beladen damit unser Volk mit ihrem falschen Geständnis. Und sie stoßen damit in das Horn jener Historiker, die alles Unrecht nach dem Krieg, wie Vertreibung, Ausmordung und Umvolkung ungesühnt haben sein lassen mit dem Hinweis auf „unsere besondere Verantwortung“!
Und vor wem erniedrigte und entblößte sich das H. C.-Team? Vor den reuelosen Vollstreckern von Landnahme durch Migration im 21. Jahrhundert, nämlich vor israelischen Politikern, denen dieses Schauspiel geboten worden war. Kein Kreisky, kein Raab und kein Gorbach hätten derartiges getan!
Nun brach mit Straches „Wiener Schuldbekenntnis“ der letzte Damm!

Im Zuge dieses öffentlichen Auftrittes durfte ein Knesseth-Abgeordneter auch seine Auffassung von „Antisemitismus“ definieren: nämlich als Kritik am Zionismus und Kritik an Israel! Das üble Spiel, das darin besteht, Kritik an Juden mittels der Antisemitismus-Keule zu unterbinden, wiederholte sich.
Darauf keuchte Strache geflissentlich: „Bei uns hat Antisemitismus keinen Platz!
Diese Aussage ist natürlich völlig inhaltslos: Handelt es sich bei „Antisemitismus“ doch um eine weit verbreitete Grundstimmung, latent in allen Lagern und Völkern, so wie etwa antideutsche Ressentiments unter Juden von Israel bis Hollywood latent sind. Solche Ressentiments kann man nicht verbieten oder durch Parteiausschlüsse ausrotten, man kann ihnen nur unaufgeregt – so wie ich es seit 50 Jahren vorexerziere – entgegentreten. Im übrigen: Ich glaube, daß Strache mit seiner falschen These von der „besonderen Verantwortung der Österreicher“ ungewollt einen neuen Antisemitismus beflügeln könnte. Denn wenn Österreicher wegen der bloßen Blutsverwandtschaft etwa mit dem angeschuldigten Adolf Eichmann eine „besondere Verantwortung“ tragen, dann werden Antisemiten im Umkehrschluß fragen, welche Ethnie dann „besondere Verantwortung“ für die Verbrechen von Roosevelt, Morgenthau, Ehrenburg und Beria trägt! Und für die 30 Millionen Mordopfer Stalins! Wie kann man bloß so verantwortungslos sein, die Büchse der Pandora durch ein Bekenntnis zu einer ethnisch ererbbaren Verantwortung öffnen zu wollen!

Der Stern des „Nazi-Jägers“ ist im Sinken

Aber „keinen Platz“ haben in der Strache-FPÖ ja auch viele, die keine Antisemiten sind. Und auch keine „Nazi“. Wie etwa die untadeligen Ex-FPÖ-Abgeordneten Klement, Königshofer, Stadler, B. Rosenkranz und Hübner, so wie der wackere Gurker Bürgermeister Kampl, die gefeuert oder kalt gestellt worden sind!
Obwohl Straches Exekutionsmaschinerie unblutig arbeitet, Machiavelli hätte an dessen blitzartigen Abschußverfahren seine helle Freude gehabt! Weniger Freude dürfte das Wahlvolk an Straches Verfolgungseifer haben. Als „Partei der Verfolgten und Ausgegrenzten“ nach dem 2. Weltkrieg gegründet, ist dort für politische Verfolger wenig zu gewinnen. Straches Höhenflug ist zu Ende. Und das ist gut so.

Was dürfen wir von Strache also erwarten an Widerstand gegen die Politik der Systemparteien, mit denen zu koalieren er bettelt und dafür seine Mehrheit opfert?
Verzeiht mir, Kameraden, wenn ich meine: Nichts!
Kommt da etwa jetzt wieder einer, der mir sagt, daß es zu früh ist zur Kritik?

Der Weg zum Abgrund wird nicht süßer, wird man dahin von einem Vizekanzler in spe geleitet! Von Geschichtsfälschern kann kein Heil kommen! Strache hat mit seinem „Wiener Schuldbekenntnis“ wie zuvor schon mit seiner Befreiungs-Lüge und der Teilnahme an der politischen Verfolgung im Lande den Rubikon überschritten.
Damit ist er Teil des untergehenden Systems geworden, das zu ändern sich seine Wähler erhoffen. Ich für meinen Teil sage: „Halt!“ „Halt“ für immer.

 

Gerd Honsik

 

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Honsiks Kommentar der Woche (KW 35, 2017), Wochenkommentar in einem Satz

Ein Streiflicht auf Straches „Sommergespräch“ im österreichischen Fernsehen vom 21.8., wo dieser, sein Wahlprogramm vorstellend, die Entmündigung des Volkes, von dem laut Verfassung alleine alle Macht auszugehen hat, im Zuge seiner Einlassungen zur „direkten Demokratie“ vorschlägt.

Ein Wochenkommentar von Gerd Honsik

Für „Demokratie direkt
sind wir bereit
zu zieh’n in den Streit,
nur etwas abgespeckt,
denn auch für „Demokratie repräsentativ
sind wir mit Siegel und Brief,
denn nur in bestimmten Fragen
soll das Volk auch das Sagen haben,
damit es nicht meint,
daß Macht ginge aus
von ihm und der Staat wär’ sein Haus,
sonst tut es ja nicht, was es solle
(wer hätte da noch Kontrolle?),
klar, soll es ein wenig beschließen,
das ist sicherlich zu begrüßen,
doch nicht zu wichtigen Dingen
wie etwa zur „Todesstrafe“,
da muß man es lenken und zwingen
so wie der Hirt seine Schafe,
es geht ja um uns, jedenfalls,
vielleicht um den eigenen Hals,
und wir als große Strategen
sind darum „dafür“ und „dagegen“,
und Ihr erkennt an den Ecken und Kanten
meinen Kampf für die gute Sache,
im Programm gegen Scheinasylanten,
denn Kanzler kann man nur werden,
wenn man lernt sich so zu gebärden!
„Grüß Gott!“ sagt Euch Euer Strache.

Honsiks Kommentar der Woche (KW 34, 2017), Wochenkommentar in einem Satz

 

Die Gewaltherrschaft der Antifaschisten mittels des Verbrechens der Gegendemonstration nun auch in USA

Zum Sturz von Trump greift der Antifaschismus also nun auch in den USA – wie neulich in Charlottesville – zu derselben Methode, wie er sie hierzulande während seiner jahrzehntelangen Gewaltherrschaft stets angewandt hat,
das heißt, daß er das Versammlungsrecht der Opposition durch das „Verbrechen der Gegendemonstration“, das aus dem Auftreten von insgeheim staatlich geatzten Gruppen von Desperados besteht, und somit die Meinungs- und Versammlungsfreiheit außer Kraft setzt, – wobei diese Gruppen, getarnt als NGOs, einen wohldosierten Terror üben –,
und es ist offensichtlich, daß derartiges, terroristisches Zusammenrotten von den Behörden stets wohlwollend genehmigt wird, während die Exekutive gleichzeitig stillhalten muß, wobei tags darauf stets – offenbar nach einer der „Zeitgeschichte“ entlehnten Methode – die Täter zu Opfern und die Opfer zu Tätern erklärt werden,
und so spannt sich etwa von der „Schillerfeier“ im Wien von 1959 bis zu den NPD-Demonstrationen unserer Tage ein Bogen von subtiler Bedrohung und, wenn nötig, täglicher Zeitgeschichtslüge,
und die Gewaltherrschaft der Plutokratie des Westens wird solange kein Ende finden, solange keine Macht auf den Plan tritt, welche uns die Straße frei macht vom Terror der Antifanten, also der Kettenhunde des internationalen Kapitals.

Gerd Honsik

 

Zu Honsiks „Kommentar der Woche“ Sektion

Honsiks Kommentar der Woche (KW 33, 2017), Wochenkommentar in einem Satz

 

Warum sich in Österreich mit „Nazijagd“ keine Wahlen gewinnen lassen!

Erschreckend war seinerzeit die Umfrage vom 8.3.2013 für die Zeitung „Der Standard“, die ergab, daß es in Österreich noch (oder schon wieder?) 42 Prozent der Bevölkerung wagen, über die Zeit des Nationalsozialismus Gutes zu sagen, obwohl für solche Unbeherrschtheit, sofern öffentlich getan, vom Gesetzgeber nach dem NS-Verbotsgesetz bis zu 20 Jahre Kerker vorgesehen sind,
und es waren darüber hinaus, was rechtlich nicht ahndbar ist, gar 61 Prozent, die statt der bestehenden Ordnung den „starken Mann“ vorzogen, also offenbar den Diktator, der, ohne Parlament und Parteien zu fragen, regieren kann,
jedoch anstatt nun dieser schweigenden Mehrheit mit geistigen Mitteln zu begegnen, rufen Politiker und deren Medien dazu auf, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn zu denunzieren, wobei selbst der Sohn den Vater und die Schwester den Bruder auszuspähen und ans Messer zu liefern aufgerufen bleibt,
was jedoch, wie die Geschichte lehrt, der falsche Weg (via mala) ist, und es zeigt sich, daß diese Form der „Nazijagd“ Politikern – wie etwa H. C. Strache –, die sich bei dem Halali besonders hervortun, zwar Ansehen im Ausland, doch keinen Stimmengewinn bringt, ja nach Adam Riese gar nicht bringen kann, und man muß fürchten, daß die Denunzianten für den Wind, den sie säen, am Ende einen Orkan als Ernte werden einfahren müssen.

Gerd Honsik

 

Zu Honsiks „Kommentar der Woche“ Sektion

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