Honsiks Wort zum Sonntag

Wird Wiesholler (98) an das Van der Bellen-Regime ausgeliefert?

 

Der Bundesdeutsche Georg Wiesholler, inzwischen 98 Jahre alt geworden, soll nun an Österreich ausgeliefert und nach dem NSDAP-Verbotsgesetz abgeurteilt werden.
An jenes Regime des „österreichischen“ Bundespräsidenten Van der Bellen, der kürzlich im Hotel Imperial vor ausländischen Diplomaten beklagt haben soll, daß es „zu viele rechte Richter“ in Österreich gäbe! Diesen österreichischen Präsidenten kann man getrost verdächtigen, Verfassungsfeind zu sein, tritt er doch für einen europäischen Bundesstaat, also für die Abschaffung der Nationalstaaten und deren Verfassungen ein.

Ist Wiesholler ehemaliger KZ-Aufseher? So wird man sich fragen.
Nein, der unbescholtene Georg Wiesholler ist einst aus dem nationalsozialistisch regierten Deutschland geflohen und lebte im schwedischen Exil. Das Delikt, das man ihm vorwirft, besteht darin, vor Jahren der unbescholtenen österreichischen Lyrikerin Hemma Tiffner eine Kopie der Berichte des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) über das Lager Auschwitz gesandt zu haben.
„Halt“ berichtete 2015 über den Vorfall und auch darüber, daß selbst gegen die mit 90 Jahren verstorbene Kärntnerin Tiffner ein Verfahren angestrengt wurde. Ich riet damals der zuständigen Staatsanwaltschaft, doch möglichst einen großen Stein auf Tiffners Grab zu wälzen. Man weiß ja nie! Und sicher ist sicher!

Inzwischen wurde Georg Wiesholler von einem Gerichtsmediziner des deutschen Wahrheitsministeriums auf seine Hafttauglichkeit untersucht und von einer Psychiaterin desselben Ministeriums hinsichtlich seines Geisteszustandes befragt! Der Psychiaterin versicherte er, daß er völlig normal sei! Ob die Dame aus dem Stall Sigmund Freuds und der Frankfurter Schule dem furchtlosen Greis allerdings Glauben schenkte, ist nicht bekannt.
Georg Wiesholler der sich trotz seiner 98 Lenze für „frontverwendungsfähig“, also prozeßtauglich hält, fürchtet die Auslieferung nicht.

Gerd Honsik

 

P.S.: Heute erreichte mich die Meldung, daß mein Freund Wolfgang Fröhlich nach zwölfjähriger Gesinnungshaft demnächst zum dritten Mal psychiatriert werden wird.